Meine über 50 Jahre alte Rolleicord aufnahmebereit in der offenen Bereitschaftstasche (für 90 Euro auf dem Flohmarkt erstanden).

Mittelformat-Fotografie

 

Warum sollte man heute noch analog fotografieren?

Als ich letztens wieder einmal über einen Flohmarkt schlenderte fiel mir eine Rolleicord der frühen 1950er Jahre ins Auge. Zwar bin ich ein alter Mittelformat-Fan und verfüge noch über eine komplette SLR-Ausrüstung für 6x6, aber diese schweren Geräte waren im Siegesrausch der Digitalfotografie doch mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Digital zu fotografieren ist nun einmal viel einfacher, schneller und billiger.

Doch irgendwie hatte es mir dennoch die alte Rolleicord angetan. Ich erinnerte mich an meine Jugend, als ich mit Leidenschaft mit meiner "Zweiäugigen" gearbeitet hatte und natürlich auch an die guten Bildergebnisse, die ich damit erzielen konnte. Nach kurzem Gefeilsche wurde ich für 90 Euro Besitzer dieses noch voll funktionsfähigen Fotoapparates.

Und tatsächlich hat mich diese Uralt-Kamera zu neuem fotografischen Tatendrang angestachelt. Es war einfach herrlich, ohne Hektik und mit Bedacht ein würdiges Motiv auszuwählen, über den Lichtschacht Ausschnitt und Schärfe zu bestimmen und mit Hilfe eines separaten Belichtungsmessers die optimale Zeit-/Blendenkombination zu wählen. So macht fotografieren noch Spaß, stellte ich schnell fest. Und so bin ich schließlich wieder auf den Geschmack gekommen. Zwar fotografiere ich auch weiterhin hauptsächlich mit meinen beiden Digitalkameras - aber wenn es um das besondere Bilderlebnis geht, greife ich jetzt zur analogen Rollei.

Das wiederentdeckte Mittelformat hat mir so gut gefallen, dass ich schon bald nach einem besseren Wegbegleiter Ausschau hielt. Die Rolleicord ist die spartanische Version der berühmten Rolleiflex, die über 40 Jahre (bis in die siebziger Jahre hinein), das bevorzugte Werkzeug der Berufsfotografen und Fotokünstler war. Über Ebay erstand ich deshalb schon bald darauf für 706 Euro eine Rolleiflex F im angeblichen Topzustand (mit dem legendären Planar 2,8/80). Im Vergleich zu meiner Rolleicord bietet die Rolleiflex ein helleres Sucherbild (was besonders nützlich ist), zudem ist der Filmtransport einfacher, sie verfügt über einen eingebauten Belichtungsmesser usw. Obwohl auch diese Kamera schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat, vermittelte sie doch ein Gefühl von Luxus pur. Es ist echt ein Wahnsinn, mit so einem Ding zu fotografieren. Und qualitativ sind Rolleiflex-Fotos meinen Digitalbildern haushoch überlegen. Dies ist nicht nur Folge des großen Filmformates, es hängt auch damit zusammen, dass man sich für die Aufnahme mehr Zeit nimmt und besser überlegt. Wenn Sie mehr über die qualitativen Unterschiede wissen möchten: Die Vorteile der analogen Mittelformatfotografie!

Leider hatte ich mit der ersteigerten Rolleiflex wenig Glück. Entgegen der Beschreibung des Verkäufers funktionierte der Verschluss nicht ordentlich (Trägheit bei den langen Zeiten) und der Belichtungsmesser war sogar völlig defekt. Mir blieb nichts anderes übrig, als diese Kamera zurückzuschicken.

Da ich anschließend geschäftlich nach Köln musste, habe ich mich dort im Fotohandel nach einer Rolleiflex umgeschaut. Foto-Brell bot für 450 Euro eine Rolleiflex mit 3,5 Planar an. Technisch war diese Kamera einwandfrei, die äußere Erscheinung ließ jedoch zu wünschen übrig (dennoch ein tolles Angebot). Mein Weg führte mich dann zu Foto Lambertin. Hier fand ich das, was ich wirklich suchte: Eine 2,8 F aus dem Jahre 1972 im echten Topzustand mit anscheinend unbenutzter Ledertasche. Der Preis war durchaus annehmbar: 1125 Euro inkl. MwSt. und mit einem Jahr Garantie (günstiger bekommt man eine solche 2,8 F über Ebay auch nicht und hat dann keinerlei Garantie). Zwei Tage später sah ich, dass es in Köln ja auch noch Foto Gregor mit einer Riesenauswahl an Gebrauchtkameras gibt. Der hatte mindestens fünfzehn alte Rolleis vorrätig - zu vernünftigen Preisen (ein echt toller Laden).

 

Fotografie neu erleben - die Faszination der Mittelformatfotografie

Vielleicht sind Sie durch meine einleitenden Zeilen hellhörig geworden und haben Appetit bekommen, auch dieses außergewöhnliche Fotografiererlebnis kennenzulernen? Dann schauen Sie beim nächsten Shopping doch einmal bei einem Fotohändler mit umfangreicher Gebrauchtkamerasammlung vorbei. In Großstädten wie Hamburg, Köln, München usw. findet man gleich mehrere Fotohändler mit großer Auswahl an Mittelformatkameras. Vielleicht geht es Ihnen wie mir, dass Sie sich spontan in eine Zweiäugige verlieben.

Für eine gute gebrauchte Rolleiflex müssen Sie im Handel mit etwa 300 bis 600 Euro rechnen (die neuesten Spitzenmodelle kosten gebraucht ca. 2000 Euro). Etwas billiger geht es meistens über Ebay, aber deren Verkäufer gewähren auch keine einjährige Garantie (wer eine Rollei bei Ebay kaufen will, sollte sich schon einigermaßen auskennen).

Die zweiäugigen Rolleiflex werden übrigens bis heute (April 2009) immer noch in Deutschland gebaut, und zwar in drei Ausführungen (mit Normal-, Weitwinkel- bzw. Teleobjektiv). Neu sind sie für den normalen Amateur kaum erschwinglich (ab 3800 Euro). Aber das Gute ist eben, die Dinger sind so robust, dass bei sachgemäßer Behandlung bei den meisten Kameras in den ersten 50 Jahren nicht eine einzige Reparatur anfällt.

Zum echten Schnäppchenpreis gibt es zurzeit bei den einschlägigen Second-Hand-Händlern einäugige Mittelformat-Spiegelreflex-Kameras von Hasselblad (noch vor 10 Jahren das Nonplusultra aller Fotofans), Rollei, Exakta, Pentacon, Pentax, Kowa, Fuji, Mamiya, Zenza-Bronica usw. Diese hochwertigen Kameras gehen heute oft zu echten Schleuderpreisen über den Ladentisch. Auch diese Kameras sind in der Regel extrem robust und kaum kaputtzukriegen und werden vermutlich auch eines Tages wieder eine Renaissance erleben.

M. Müller, April 2009

 

Analog oder digital? Hat im digitalen Zeitalter die analoge Fotografie noch eine Existenzberechtigung?

Welche gebrauchte analoge Mittelformatkamera würden Sie empfehlen? Das Angbot ist verwirrend. Worauf sollte man beim Kauf achten.

Mittelformat-Fotografie
Die Kowa Six und die Kowa Super 66
Die zweiäugigen Rolleiflex und Rolleicord
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Luxus pur im Mittelformat: Von der Rolleiflex SLX bis zur Rolleiflex 6008
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Selbst vergrößern - der Traum von der eigenen Dunkelkammer
Was muss ich beim Kauf eines gebrauchten Vergrößerers beachten?

 

 


PS: Was übrigens viele nicht wissen: Die Entwicklung von Rollfilmen stellt auch heute kein Problem dar (und daran wird sich sicher sobald auch nichts ändern). Dort wo man Kleinbidlfilme abgeben kann, wird man normalerweise auch seine Rollfilme los.
Selbst bei Schlecker gibt es keine Schwierigkeiten. Ein Abzug in der 10er-Größe (10x10 oder 10x15 cm) kostet dort meines Wissens 19 Cent, bei 13x13 oder 13/18 cm sind es dann 29 Cent. (Wenn ich 6x6 fotografiere entscheide ich mich gleich für das größere Format 13x13 cm, vom 4,5x6 cm-Negativ genügt mir meistens ein 10/15-Abzug.)
Übrigens nimmt Schlecker auch Schwarzweißfilme an, die aber fast das Doppelte kosten. Es sei denn, man entscheidet sich für den Ilford XP2 (der Schwarzweißfilm, der wie Farbnegativ entwickelt wird), dann wird nach dem günstigen Color-Tarif abgerechnet.

 

Foto-Müller bietet eine Menge Zubehör und Verbrauchsmaterial für die Mittelformatfotografie:

Filme
Schwarzweiß
Farbnegativ
Diafilme

Den heute noch üblichen Rollfilmtyp 120 gibt es seit ca. 80 Jahren. Das Prinzip ist das gleiche wie früher, lediglich die Emulsionen, die Schärfe, das Kontrastverhalten usw. haben sich im Laufe der Zeiten erheblich verbessert.

Negativtaschen und die entsprechenden Ordner für die sichere Aufbewahrung der Rollfilme.

Rollfilme haben ihre Bewährungsprobe bestanden. Sie sind bei fachgerechter Verarbeitung und Lagerung auch nach 100 Jahren noch einwandfrei und ohne Gerätschaften zu betrachten. Eine derartige pflegeleichte Archivfestigkeit ist mit heutigen Speichermedien nicht zu erreichen.

Diarahmen fürs Mittelformat 4,5x6 und 6x6 cm

Bei der Projektion von Fotos sind die Digitalfotos mit ihren teuren Beamern immer noch stark im Nachteil, selbst im Vergleich zu Kleinbilddias.

Gewaltig ist der Unterschied zwischen Beamerfotos und Mittelformatdias. Deren Brillanz und Farbsättigung sind einfach unübertroffen.

Diahüllen

zur Archivierung von Dias in Ordnern

Filter

für die Hasselblad

fürs Rollei Bajonett

für Objektive mit normalem Einschraubgewinde

Cokin-P-Filter

Cokin-Z-Filter

Fototaschen und Rucksäcke

Delsey

Lowepro

Tamrac

Fotolabor

Zubehör
Fotopapiere
Chemikalien

Viele Fans der Mittelformatfotografie fotografieren Schwarzweiß und vergrößern ihre Fotos selbst. Sie erhalten für ihre Mühen Kunstwerke in unvergleichlicher Qualität, Ausstrahlung und unübertroffener Archivfestigkeit.

Was benötige ich zur Erstellung eines eigenen Fotolabors?

Sonstiges Zubehör

Graukarten für die perfekte Belichtungsmessung

Drahtauslöser

Reinigungsmittel

Fotobatterien

 

 

 

Präsentationsmittel

Leporellos

Präsentationsmappen

Fotoalben-Übersicht

Fotokleber

 

 Versandhaus Foto-Müller, Nerongsallee 48, 24939 Flensburg

 

Impressum

Startseite (Startseite von Foto-Müller mit Menueleiste)

Das Versandhaus Foto-Müller bietet folgende Produkte günstig an:

Bildpräsentation: Leporellos, Präsentationsmappen, Passepartouts, Präsentationsbücher
Archivierung:
Archivordner, Negativ-Ablageblätter, Card-Safes,

Blitz- und Kunstlicht: Übersicht, Nissin-Blitzgeräte, Studiolampen, Faltreflektoren, Blitzvorsätze

Dia: Diarahmen, Diamagazine, Dia-Leuchtplatten, Diahüllen, Dia-Duplikator,

Druckerpapier: Inkjetpapier

Filme: Alle Filme auf einen Blick, APX 100 und 400, Ilford FP4, Ilford Delta 100, Schwarzweißfilme selbst entwickeln,

Filter: Einschraubfilter: Filterübersicht, Polfilter, Graufilter, Vario-Graufilter, Verlaufsfilter, UV-Filter, UV-IR-Cut-Filter, Clearfilter, Skylightfilter, Infrarotfilter, Redhancer, Sternfilter, Gelb-, Orange-, Rot-, Grünfilter, Weichzeichner, Hasselblad-Filter, Rolleiflex-Filter, Nahlinsen, Farbkorrekturfilter,
Filtersysteme:
Cokin-Filter A+P, Cokin-Z-Filter, Cokin-X-Filter, Grauverlaufsfilter Cokin,
Filter-Zubehör:
Filteradapter, Filtertaschen, Objektivdeckel

Fotoalben: Fotoalben-Übersicht, Fotoalben mit weißen Blättern, Fotoalben mit schwarzen Blättern, Spiralalben, Lose-Blatt-Fotoalben, Fotohüllen für Ringbücher, Fotokarton für Ringbücher, Hochzeitsalben, Präsentationsbücher, Einsteckalben, Fotokleber, Digitales Fotoalbum

Fototaschen, Rucksäcke und Fotokoffer: Kaama Fototaschen aus Echtleder, Delsey Fototaschen aus Leder oder Nylon, Lowepro, Tamrac, Alpineplus, Fotokoffer,

Fotozubehör: Übersicht, Batterien/Akkus, Akkus für Canon, Akkus für Nikon, Akkus für Olympus, Akkus für Panasonic, Akkus für Pentax, Gegenlichtblenden, Objektivkonverter, Objektivdeckel, Reinigungsmittel, Monitor-Schutzfolien, Monitor-Blendschutz, Weißabgleich-Objektivdeckel, Speicherkarten-Safes, Objektivköcher, Zwischenringe, Kameragurte, Fotohandschuhe, Winkelsucher, Dia-Duplikator, Graukarten, Faltaufheller, Blitzvorsätze, Drahtauslöser, Kamera-Handschlaufe, Kamera-Wasserwaage, Lens-guard-Objektivpolster, Wechselsack, Digifinder (Displaylupe), Kamera-Regenschutz,

Heimlabor: Chemie, Fotopapier-Übersicht, Ilford Multigrade IV, Tetenal work, Barytpapier, Laborgeräte, Schalen, Mensuren usw., Belichtungsschaltuhr,

Stative: Cullmann und Bilora, Joby Gorillapod, FLM-Kugelköpfe, Gitzo-Stative,

Studio: Aufnahmetische, Lichtzelte, Studiolampen, Faltaufheller, Polfilter-Folie,

Sonstiges: Ferngläser, Fotoliteratur, sw-magazin, Fotokoffer, Lupen, Reinigungsmittel, Schneidemaschinen, Restposten, Digitales Fotoalbum, analoge Mittelformat-Fotografie,

Service: Bestellschein

 

Manfred Julius Müller, Inhaber und Gründer von Foto-Müller, analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik.

Manfred Julius Müller war auch 30 Jahre Chefredakteur und Herausgeber einer Fotokunstzeitschrift zur Förderung der Schwarzweißfotografie.
Er organisierte und veranstaltete über 100 Fotowettbewerbe.
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